Was soll man von einer Band erwarten, die mit glitzernden Blümchengitarren, teilweise ohne Schuhwerk und einem breiten Grinsen auf die Bühne geht? Schon in den ersten Takten wird klar: RON JAMBO kochen ihr eigenes Power-Pop Süppchen mit The Knack, Goldfinger und Weezer als Hauptzutaten. Der Fond wird dann garniert mit Chili Peppers und anschließend abgerundet mit einer Prise Green Day. Das fertige Gericht der drei Münchner enthält eingängige Songs die ihre Spielfreude versprühen.

Die bunte Mischung spiegelt sich auch in einem ungewöhnlich farbenfrohen Bandlogo wider, auf dem ein pinkes Herz prangt. Recht viel hat das nicht zu tun mit dem bekannten Actionheld (John Rambo), der für den Bandnamen herhalten musste und im Film eher grimmig daherkommt. Nein, dafür ist RON JAMBO viel zu gut gelaunt.

Dass die Jungs spielen können stellen sie seit 2011 regelmäßig unter Beweis. Seither hat sich das Trio einen Namen als sehenswerte Live-Band gemacht, bei der die Show nicht zu kurz kommt. Das Debüt-Album „BÄM!“ aus dem Jahre 2012 präsentierten sie auf einer Reihe der angesagtesten Bühnen Münchens, unter anderem als Support von internationalen Bands wie z.B. Spring Offensive. Beim Durchhören der 10 Songs passiert man Ska-, Punkrock-, Indie- und Shuffle-Parts – eine knallbunte Wundertüte also, die kurzweilig ist und Spaß macht. So mancher Kritiker rückte die Platte auch deswegen in die Nähe von Joe Jackson und The Clash.

Für den Herbst 2014 haben RON JAMBO nun ihren zweiten Longplayer MOJO DOJO angekündigt und man darf gespannt sein, was die Jungs diesmal in die Wundertüte gepackt haben.


 

Bandmitglieder

Tobi Stockinger

Honky Tonk Analog 05 Tobi spielt Gitarre und kann dabei auch gleichzeitig singen, was immer wieder skeptische Blicke hervorruft. Auf der Bühne zeigt der gebürtige Passauer einen Schatz interessanter Fender Gitarren und wie man ebendiese mit Gitarrensoli zum glühen bringt. Abseits der Bühne haftet ihm das “Mastermind” Image an, wenn er die Aufnahmen macht, sie abmischt und die CDs und Flyer entwirft. Er ist der Mann für die Öffentlichkeitsarbeit. Daneben schreibt der kreative Kopf der Band natürlich fleißig Texte und bringt Riffs mit in den Proberaum. Ron Jambo ist sein Baby, das er hegt und pflegt.

Tobi freut sich immer, wenn er verschwitzt von der Bühne kommt und er mit dem genauso verschwitzen Publikum ein Bier trinken darf. Dabei plaudert er aus dem Nähkästchen seiner langjährigen Band-Erfahrung in feinstem Niederbairisch.


Andy Hekele

Honky Tonk Analog 02Andy ist auf der Bühne der Unscheinbarste aller Jambos aber er hat es faustdick hinter den Ohren. Er ist die Coolness in Person: auch bei 280 BPM lässt er seinen Blick durch das Publikum schweifen und zwinkert den hübschen Mädels dabei noch zu. So einen musikalischen Schlagzeuger findet man selten – spendiert ihm ein Bier und er bringt, Klavier, Harmonika oder Gitarre zum klingen. So kommt auch die brutale Tightness zustande, wo der knackige Snare-Sound sein übriges tut.

Musikalisch ist Andy sehr bewandert, hört aber am liebsten härtere Gangarten. In anderen Formationen macht er auch beim Death Metal und Blast Beat eine gute Figur. Und das ganz ohne schwarzen Ledermantel. Wer sich mit ihm unterhalten will, sollte sich auf Moosburger Mundart gefasst machen.


Olli Krausemann

Honky Tonk Analog 08Der Heimatlose (Riesa, Schweinfurt, Augsburg, Bad Kissingen, München, Augsburg, und immer wieder die Schweiz) hat sogar Bass studiert und versteht es, die exponierte Bassistenrolle in einem Power-Trio hervorragend zu füllen. Er ist der erste, der nach dem Gig von den Fans auf seine Virtuosität angesprochen wird. Und das, obwohl er nur selten auf der Bühne Schuhwerk trägt.

Musikalisch wurde er von Flea und seinen Red Hot Chili Peppers gebrandmarkt, aber Markus Miller und Victor Wooten scheinen bei seinem Spiel immer wieder durch. Beim Songwriting lenkt er verfahrene Ideen mit seiner Spürnase in eine Richtung, die für die gesamte Band ein harmonisches Ganzes erzeugt.

Weil er das größte Auto hat, darf er die Band auch immer brav zu ihren Shows fahren und wieder nach Hause bringen. Der spendierte Schnaps, landet also meistens bei den Bankollegen.